Gott+Beziehung+Ehe: Biblische Liebe (Teil 3)

Keine Lust zu lesen? Dann kannst du es hier auch anhören:

„Ihr Männer, liebt eure Frauen, gleichwie auch der Christus die Gemeinde geliebt hat und sich selbst für sie hingegeben hat,“ Epheser 5:26

Bevor wir verstehen können, was es bedeutet, dass der Mann die Ehe in der Liebe anführt, ist es wohl sinnvoll einmal den Begriff der Liebe zu definieren. Was ist biblische Liebe?

Um die biblische Liebe verstehen zu können, sollten wir uns in erster Linie Jesus anschauen, denn Christus sollte für uns das Vorbild für Liebe sein. Wenn wir also die Beziehung zwischen Jesus und der Gemeinde verstehen wollen, dann entdecken wir folgendes:

Jesus liebt die Gemeinde nicht, weil sie „heiß“ aussieht und auch nicht weil sie ihm Freude macht. Jesus liebt die Gemeinde, weil er die Gemeinde liebt. Die Gemeinde ist Jesus‘ Braut und er hat einen Bund mit ihr geschlossen. Jesus hat sich also dazu entschieden die Gemeinde zu lieben.

Moses beschreibt es so:

„Und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft.“ Deuteronomium 6:5

Jesus wiederholt diese Worte dann in Matthäus 22:37 auf diese Weise:

„Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken”

Wir erhalten also folgende Definition:

Biblische Liebe ist ein handeln des Willens, das von Emotionen begleitet wird und es führt zu einer Aktion zugunsten des Objekts.

Am Beispiel von Jesus werden die einzelnen Punkte klarer.

„Biblische Liebe ist ein handeln des Willens…“ Lasst uns einmal die Worte von Jesus im Garten Getsemani ins Gedächtnis zurückrufen: „Mein Vater, ist’s möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber“ Es ist offensichtlich so, dass Jesus eigentlich nicht in der Laune war, an das Kreuz zu gehen. Aber nach diesem Statement folgen diese schweren Worte von ihm: „Dennoch nicht meine Wille, sondern dein Wille geschehe!“ Und daraus folgt wohl, dass es sein Wille und seine Wahl war, die Gemeinde zu lieben.

„…das von Emotionen begleitet wird…“ Diese Willensentscheidung, die Jesus hier traf, war für ihn so emotional, dass er sogar Blut schwitzte.

„…es führt zu einer Aktion zugunsten des Objekts“ Natürlich kann man sich an diesem Punkt die Frage stellen, was mit „Objekt“ gemeint ist. Das (Liebes-)objekt im Beispiel von Jesus ist die Gemeinde. An dieser Stelle ist wohl auch klar, dass Jesus das Kreuz nicht brauchte, doch wir brauchten es. Jesus handelte also zu unseren Gunsten.

Aber warum hat er das getan?

Er hat es sicherlich nicht gemacht, weil er dadurch ein gutes Gefühl bekam, sondern weil es der einzige Weg war seine Braut erlösen zu können. Das ist wahre Liebe!

Interessant ist wohl auch Moses Aussage, die mit folgenden Worten beginnt: „Und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen HerzenDas Herz ist auf einer plastischen Ebene gesehen einfach ein Muskel der Blut pumpt. Es weiß nichts, es will nichts und es sehnt sich nach nichts. Das Wort „Herz“ wird in der Bibel meist als etwas Bildliches gesehen und so verweist es im Hebräischen auf unseren Willen. Unser lieben ist demnach ein Willensakt. Es ist eine Entscheidung.

Somit ist es auch eine eigene Entscheidung, ob man mit einem Gläubigen oder Nicht-Gläubigen eine Beziehung eingeht. Beliebte Sätze, die vorgeschoben werden sind dabei: „Mein Freund ist nicht so spirituell, wie ich ihn gerne hätte.“ Oder „Mein Freund geht nicht so oft in die Gemeinde“. Eine ehrliche Aussage wäre in dieser Situation jedoch: „Er ist ein Heide und hat mit Gott nichts am Hut, doch er sieht so „heiß“ aus.“

Was sagt denn die Bibel überhaupt dazu?

„Zieht nicht an einem fremden Joch mit Ungläubigen! Denn was haben Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit miteinander zu schaffen? Und was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis? Wie stimmt Christus mit Belial überein? Oder was hat der Gläubige gemeinsam mit dem Ungläubigen? Wie stimmt der Tempel Gottes mit Götzenbildern überein? Denn ihr seid ein Tempel des lebendigen Gottes“  2.Korinther 6:14-15

Wenn es also nur ein Kriterium für den Partner geben würde, dann ist dieses Kriterium wohl, dass er ein wiedergeborener Christ ist und sich nicht auf einem geistlichen Nulllevel befindet.

Das biblische Prinzip der Liebe beginnt mit dem Willen und dadurch schützt man sich auch davor mit Leuten zusammen zu kommen, die sich dafür nicht qualifizieren.

Jedes Mädchen sollte wissen, dass es einen Freund will, der Abstand hält und es nicht erlaubt ihre Gefühle zu gefährden, denn solange beide noch nicht sicher sind, ob sie eine biblische Beziehung eingehen wollen, die in Richtung Ehe verläuft, ist eine Beziehung Zeitverschwendung. Mein Ratschlag für alle Mädchen ist: „Bis ihr diesen Mann nicht gefunden habt, lauft weiter und richtet euch noch stärker auf Gott aus!“

Mein Bitte an alle Jungen: „Solange ihr nicht dieser Mann seid, solltet ihr mit keiner christlichen Frau eine Beziehung eingehen.

Warum beginnt man eine Beziehung mit dem Willen?

In einer Beziehung und auch in einer Ehe sieht nicht immer alles rosig und es werden harte Zeiten auf einen zukommen. Diese Zeiten steht man nicht mit irgendeinem Gefühl durch, sondern mit seinem Willen, mit dem Bewusstsein, dass man sich für die andere Person entschieden hat und komme was wolle, man für die Beziehung oder Ehe kämpfen wird.

‚Dan Yeary ist ein Pastor aus Phoenix und seine Frau hat Multiple-Sklerose. Sie ist in einem sehr fortgeschrittenem Stadium von dieser Krankheit. Sie kann nicht laufen, sich nicht umher bewegen und sitzt deshalb in einem Rollstuhl. Beide werden immer älter. Wenn sie zusammen irgendwo hingehen, dann nimmt er ihre Arme und legt sie um seinen Hals, packt sie an ihrer Hüfte und müht sich sehr dabei ab, sie in den Rollstuhl zu bekommen. Er fährt sie dann im Rollstuhl zum Auto und macht genau das Gleiche wieder und müht sich dabei ab, sie ins Auto zu bekommen, dann packt er den Rollstuhl ins Auto, fährt zum Supermarkt und wiederholt diesen Ablauf einige Male am Tag. Er wäscht sie, füttert sie und bringt sie auf die Toilette.‘

So etwas bekommt man allein durch Gefühle für den anderen nicht hin! Amor gibt dir so etwas auch nicht. Das ist der Wille – ein Mann der sagt: „Ich habe mich dazu entschieden, dich mit allem was in mir ist zu lieben, bis dass der Tod uns scheidet. Ich habe mich dazu entschieden, dich zu lieben!“

‚Sie sehen nicht mehr so aus wie zu ihrer Zeit, als sie zusammengekommen sind. Sie kann sich jetzt nicht mehr so umher bewegen wie damals, aber hätten sie ihre Ehe auf das Aussehen und die Mobilität ihres Partners aufgebaut, dann würde es diese Ehe nicht mehr geben.
Dan ist bestimmt sehr müde davon, sich immer um seine Frau mit vollem Körpereinsatz kümmern zu müssen, doch es war seine Willensentscheidung sie zu lieben.‘

Biblische Liebe ist ein Willensakt, der von Emotionen begleitet wird. Diese Liebe wird von Emotionen begleitet, bedeutet aber nicht, dass sie von Emotionen angeführt wird. Es wird zu einer Achterbahnfahrt, wenn eine Beziehung von Emotionen angeführt wird und dann sitzt man wirklich in der Klemme. Nicht zu vergessen ist aber auch, dass diese Liebe nicht leer von Emotionen ist.

Der Mann, den eine Frau sucht, ist ein Mann der seine Liebe nicht daran festmacht, inwiefern man dazu fähig ist, ihn zu befriedigen. Als Frau sucht man einen Mann, der es versteht, dass seine Aufgabe als Ehemann ist, sein Leben für seine Frau zu geben.

Mein Gebet ist es, dass ihr in eurer Beziehung und Ehe erkennt, dass die Liebe aus mehr als nur Emotionen besteht.

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