Gott+Beziehung+Ehe: Die Andere Hälfte (Teil 5)

Keine Lust zu lesen? Dann kannst du es hier auch anhören:

“Die Frau muss sich unterordnen” oder etwa nicht? Das ist sicherlich ein explosives Thema, doch die Frage, die sich uns hier irgendwie aufdrängt ist doch ob so eine Aussage in der Bibel zu finden ist. Die Möglichkeit, dass jemandem dieses Wort nicht gefällt dürfte uns eigentlich egal sein, wenn wir es im Wort Gottes finden können. In diesem Fall haben wir zwei Möglichkeiten:

  1. “Gott ich weiß, dass du genug wissen hast, dass du die Erde genau da hingesetzt hast, wo sie sein muss. Die Erde ist weit genug von der Sonne entfernt, sodass wir nicht gebruzzelt werden, aber auch nahe genug damit wir nicht erfrieren. Und ich schätze das, Gott! Ich schätze es auch , dass jede Zelle in meinem Körper so geschaffen wurde, dass sie richtig arbeitet und dass ich leben, atmen und mich bewegen kann. Doch das mit dem unterordnen, dass finde ich verrückt!”

    ODER
  2. “Gott, wenn hier eine Meinungsverschiedenheit zwischen Dir und meiner Kultur vorhanden ist, dann lass Dein Wort wahr sein und jeden Menschen, der etwas anderes sagt, ein Lügner sein! Herr, schließe du mir bitte, durch deinen Heiligen Geist, dein Wort auf.”

Bedauernswerterweise sind wir so stark mit der gottlosen Kultur verbunden, die um uns herum ist, dass wir selten im Stande sind die zweite Möglichkeit umzusetzen.

Die Täuschungen der feministischen Bewegung setzen uns in dieser Hinsicht auch noch zu. Ein Haufen unglücklicher und unzufriedener Frauen erzählen uns, dass das Thema der “Unterordnung” völliger Quatsch ist und dass die Ehe von Natur aus Frauen unterdrückt. Es stellt sich eigentlich die Frage, warum sie so etwas behaupten. Wahrscheinlich weil diese Feministinnen selbst keinen Mann haben.

Zunächst wollen wir uns ein paar Bibelstellen anschauen:

„Ihr Frauen, ordnet euch euren eigenen Männern unter als dem Herrn; denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch der Christus das Haupt der Gemeinde ist; und er ist der Retter des Leibes. Wie nun die Gemeinde sich dem Christus unterordnet, so auch die Frauen ihren eigenen Männern in allem.” Epheser 5:22-24

„Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter, wie sich’s gebührt im Herrn!“ Kolosser 3:18

“Gleicherweise sollen auch die Frauen sich ihren eigenen Männern unterordnen, damit, wenn auch etliche sich weigern, dem Wort zu glauben, sie durch den Wandel der Frauen ohne Wort gewonnen werden, wenn sie euren in Furcht keuschen Wandel ansehen. Euer Schmuck soll nicht der äußerliche sein, Haarflechten und Anlegen von Goldgeschmeide oder Kleidung, sondern der verborgene Mensch des Herzens in dem unvergänglichen Schmuck eines sanften und stillen Geistes, der vor Gott sehr kostbar ist. Denn so haben sich einst auch die heiligen Frauen geschmückt, die ihre Hoffnung auf Gott setzten und sich ihren Männern unterordneten, wie Sarah dem Abraham gehorchte und ihn »Herr« nannte. Deren Töchter seid ihr geworden, wenn ihr Gutes tut und euch keinerlei Furcht einjagen laßt. Ihr Männer sollt gleichermaßen einsichtig mit eurer Frau als dem schwächeren Gefäß zusammenleben und ihr Ehre erweisen, weil ihr ja gemeinsam Erben der Gnade des Lebens seid, damit eure Gebete nicht verhindert werden.” 1. Petrus 3:1-6

Wir sehen eigentlich sehr deutlich, dass wir diese Worte, in Bezug auf Frauen, so gut wie überall im Neuen Testament finden können.

Das Wort, das sich im Deutschen als “unterordnen” übersetzen lässt, leitet sich im griechischen von einem militärischen Begriff ab und bedeutet: “Sich freiwillig jemanden unterstellen”.

Die erste Beobachtung, die wir machen können ist:
Es geht um Ordnung und nicht um den Wert! Gott sagt hier nicht, dass Männer wichtiger sind als Frauen und deshalb sollen sich die Frauen den Männern unterordnen. Das ist eindeutig die falsche Interpretation. Hier geht es um Ordnung. Folgendes Beispiel macht das sehr gut deutlich:

Beim Militär gibt es einen Feldwebel, der, sagen wir mal, 10 Jahre dabei ist. Dann gibt es noch einen Leutnant, der dort 10 Monate dabei ist. Wer von beiden hat wohl mehr Wert für das Militär?
Wenn aber nun der Leutnant, der zwar erst 10 Monate dabei ist, dem Feldwebel sagt, was er tun soll, wie reagiert der Feldwebel dann?
Er salutiert und macht es. Das ist seine Reaktion. Warum? Wenn er die Befehlskette nicht einhält, dann bricht alles auseinander. Es hat nichts mit Wertvorstellungen zu tun, sondern allein mit der Ordnung. Und so haben wir auch verschiedene Funktionen und verschiedene Rollen.

Die Bibel macht an diesen vorliegenden Stellen also keine Aussage darüber, welchen Wert die Frau hat, sondern es geht einzig und allein um Ordnung.
In 1. Korinther lesen wir:

„Ich will aber, daß ihr wißt, daß Christus das Haupt jedes Mannes ist, der Mann aber das Haupt der Frau, Gott aber das Haupt des Christus.“

Würde man hier annehmen, dass dieser Vers den Wert einer Person beschreibt, dann würde das bedeuten, dass Gott, der Vater wertvoller ist, als Jesus, sein Sohn. Nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein.

Die zweite Beobachtung ist:
Unterordnung ist freiwillig!  – “Sich freiwillig jemanden unterstellen”

Wenn wir uns daran erinnern, was beim Sündenfall passierte, dann wissen wir, dass die Schlange zu Eva kommt, Eva wird verführt, isst die Frucht und gibt sie dann an ihren Ehemann weiter. Nun kommt Gott in den Garten und will mit ihnen Gemeinschaft verbringen: „Adam wo bist du?“ Doch Adam hatte sich versteckt, weil er Angst hatte. „Warum hast du Angst?“ „Weil ich nackt bin“ „Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist? Du bist nämlich schon für eine lange Zeit nackt!“ „Gott, es war die Frau, die du mir gegeben hast!“

Was hier passiert ist, hatte etwas mit Ordnung zu tun.

„Darum, gleichwie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod, und so der Tod zu allen Menschen hingelangt ist, weil sie alle gesündigt haben“ Römer 5:12

Bei genauer Untersuchung dieser Bibelstelle bemerkt man, dass hier nicht die Rede davon ist, dass die Sünde durch ein Paar in die Welt gelangte. Hier lesen wir eindeutig, dass die Sünde durch Adam und Adam allein in die Welt kam. Aber warum? Weil er die leitende Stellung hatte.

„Und zur Frau sprach er: Ich will die Mühen deiner Schwangerschaft sehr groß machen; mit Schmerzen sollst du Kinder gebären; und dein Verlangen wird auf deinen Mann gerichtet sein, er aber soll über dich herrschen! Und zu Adam sprach er: Weil du der Stimme deiner Frau gehorcht und von dem Baum gegessen hast, von dem ich dir gebot und sprach: »Du sollst nicht davon essen!«, so sei der Erdboden verflucht um deinetwillen!” Genesis 3:16

Das Problem war es also nicht, dass Adam den Worten seiner Frau zuhörte, sondern dass er die Situation nicht anleitete. Es geht hier nicht um den Wert, sondern um Ordnung.

Die Frau soll sich also unterordnen, doch in welchem Kontext und wem gegenüber?
⇒ Sie soll sich dem HERRN unterordnen!

„Ihr Frauen, ordnet euch euren eigenen Männern unter als dem Herrn…” Epheser 5:22

Der Begriff “unterordnen” sollte an dieser Stelle in eurer Bibel eigentlich Kursiv dastehen, denn das Verb (unterordnen=hypotasso), von dem ich euch erzählt hab, ist im Vers 22 eigentlich nicht vorhanden. Es ist nicht da.

Natürlich denkt sich jetzt wohl der eine oder andere: “Warum hast du es dann dazu erfunden?” Dieses Wort wurde, wenn man es genau nimmt, sicher von Vers 21 ausgeliehen. In Vers 21 steht: „ordnet euch einander unter in der Furcht Gottes!” 

Wir haben nun folgendes Problem: In der Bibel können wir Unterteilungen für den Text finden und die kleinste Unterteilung ist, gegen unsere Erwartung, nicht der Vers. Die Bibel wurde nicht mit Kapiteln und Versen geschrieben und so ergibt es sich, dass die kleinste Unterteilung der Absatz ist. Schwierig wird es in diesem Vers, da er zu Anfang eines neuen Absatz zu stehen scheint. Die Übersetzer leihten sich also das fehlende Verb aus Vers 21 und dadurch ensteht ein kleines Problem. Damit wir Vers 22 verstehen können müssen wir uns also den Kontext anschauen und dafür bis Vers 15 zurückgehen.

Wir finden ab Vers 15 beginnend drei Zusammenstellungen mit jeweils drei Punkten, durch die wir auch Vers 22 besser verstehen können.

1. 3 Kontraste
2. 3 Gebote
3. 3 Kontexte

Ab Vers 15:

„Seht nun darauf, wie ihr mit Sorgfalt wandelt, nicht als Unweise, sondern als Weise; und kauft die Zeit aus, denn die Tage sind böse. Darum seid nicht unverständig, sondern seid verständig, was der Wille des Herrn ist! Und berauscht euch nicht mit Wein, was Ausschweifung ist, sondern werdet voll Geistes;“

Im Licht dieser Kontraste kommen nun drei Gebote. Wie kann man also mit dem Geist erfüllt werden?

redet zueinander mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern; singt und spielt dem Herrn in eurem Herzen; sagt allezeit Gott, dem Vater, Dank für alles, in dem Namen unseres Herrn Jesus Christus; ordnet euch einander unter in der Furcht Gottes!

Anschließend folgen die 3 Kontexte:

  • Frauen den Ehemännern
  • Kindern den Eltern
  • Diener ihren Herren

Man könnte auch sagen, dass es hier einen direkten Übergang von Vers 21 auf Vers 22 gibt und man bemerkt, dass hier kein neues Thema angefangen wird.

Die Frau sollte sich dem biblischen Bild der Ehe unterordnen!

Der Frau werden heutzutage alle möglichen Dinge versprochen und man hört aus jeder Richtung Sätze wie: “Eine Frau kann alles haben!”. Ist das aber wirklich so?

Biblisch gesehen ist das nicht der Fall! Eine Frau kann nicht alles haben. Das bedeutet aber nicht, dass sie immer zuhause sein soll, für die Wäsche zuständig ist oder als Köchin abgestellt ist. Zusätzlich dazu heißt es auch nicht, dass sie nicht arbeiten darf.

Aber was bedeutet es dann?

„Von den älteren Frauen verlange, dass sie ein Leben führen, wie es Gott Ehre macht. Sie sollen nicht klatschen und tratschen, noch sich betrinken, sondern in allen Dingen mit gutem Beispiel vorangehen. So können sie die jungen Frauen dazu anleiten, dass sie ihre Männer und Kinder lieben, besonnen und anständig sind, ihren Haushalt gut versorgen, sich liebevoll und gütig verhalten und sich ihren Männern unterordnen, damit Gottes Botschaft durch sie nicht in Verruf gerät.” Titus 2:3-5

Eine Frau, die sich dem biblischen Vorbild der Ehe unterordnet, macht ihr “Zuhause” zu ihrer Priorität. Es bedeutet nicht, dass sie barfuß und schwanger ihren Lebensabend zuhause verbringen muss. Das Zuhause sollte jedoch ihre Priorität sein.

Zum Abschluss möchte ich uns hier noch ein besonderes Bild einer Frau vor Augen führen:

“Eine tugendhafte Frau — wer findet sie? Sie ist weit mehr wert als [die kostbarsten] Perlen! Auf sie verläßt sich das Herz ihres Mannes, und an Gewinn mangelt es ihm nicht. Sie erweist ihm Gutes und nichts Böses alle Tage ihres Lebens. Sie kümmert sich um Wolle und Flachs und verarbeitet es mit willigen Händen. Sie gleicht den Handelsschiffen; aus der Ferne bringt sie ihr Brot herbei. Bevor der Morgen graut, ist sie schon auf; sie gibt Speise aus für ihr Haus und bestimmt das Tagewerk für ihre Mägde. Sie trachtet nach einem Acker und erwirbt ihn auch; vom Ertrag ihrer Hände pflanzt sie einen Weinberg an. Sie gürtet ihre Lenden mit Kraft und stärkt ihre Arme. Sie sieht, daß ihr Erwerb gedeiht; ihr Licht geht auch bei Nacht nicht aus. Sie greift nach dem Spinnrocken, und ihre Hände fassen die Spindel. Sie tut ihre Hand dem Unglücklichen auf und reicht ihre Hände dem Armen. Vor dem Schnee ist ihr nicht bange für ihr Haus, denn ihr ganzes Haus ist in Scharlach gekleidet. Sie macht sich selbst Decken; Leinen und Purpur ist ihr Gewand. Ihr Mann ist wohlbekannt in den Toren, wenn er unter den Ältesten des Landes sitzt. Sie fertigt Hemden und verkauft sie und liefert dem Händler Gürtel. Kraft und Würde sind ihr Gewand, und sie lacht angesichts des kommenden Tages. Ihren Mund öffnet sie mit Weisheit, und freundliche Unterweisung ist auf ihrer Zunge. Sie behält die Vorgänge in ihrem Haus im Auge und ißt nie das Brot der Faulheit. Ihre Söhne wachsen heran und preisen sie glücklich; ihr Mann rühmt sie ebenfalls: »Viele Töchter haben sich als tugendhaft erwiesen, du aber übertriffst sie alle!« Anmut ist trügerisch und Schönheit vergeht, aber eine Frau, die den Herrn fürchtet, die wird gelobt werden. Gebt ihr von den Früchten ihrer Hände, und ihre Werke werden sie rühmen in den Toren!“ Sprüche 31:10-31

Nun ist es in unserer Kultur leider so, dass eine Frau mit Kindern dazu angefeuert wird, so schnell wie möglich ihre Kinder zurückzulassen, damit sie arbeiten gehen kann aber, wenn eine Frau zuhause bleibt und in dem wichtigsten Unternehmen arbeitet, das die Welt jemals gesehen hat, dann hören wir solche Sätze wie: “Was für eine Tragödie!”

Es ist keine Tragödie, eine Frau zu sein, die sich um ihre Familie kümmert und diese als Priorität setzt!

Zuletzt stellt sich uns wohl die Frage: Was wollen wir in unserem Partner vorfinden?

Wir wollen einen Partner, der die biblischen Qualifikationen erfüllt, damit wir eine biblische Familie aufbauen können, die an die zwei Prioritäten glaubt. (1. Fortpflanzung; 2. Darstellung)

Dann wird die Welt um uns herum, das auch wollen, was wir haben, denn so etwas gibt es nur bei Christen. Der Erfolg unserer Beziehung liegt eigentlich in Gottes Hand, lasst es uns doch dann auch nach seinen Vorgaben in der Tat umsetzen.

Teile es auch mit anderen...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.