Warum glauben wir überhaupt? – Teil 3

Keine Lust zu lesen? Dann kannst du es hier auch anhören:

„[D]enn die Waffen unseres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern mächtig durch Gott zur Zerstörung von Festungen, so daß wir Vernunftschlüsse zerstören und jede Höhe, die sich gegen die Erkenntnis Gottes erhebt, und jeden Gedanken gefangennehmen zum Gehorsam gegen Christus,“ (2.Korinther 10:4+5)

Man muss sich wohl eingestehen, dass sich diese Worte beim ersten Lesen sehr aggressiv anhören. Doch bei einer näheren Betrachtung fällt uns auf, dass es in diesen Versen nicht darum geht, die Leute zu zerstören, die irgendwelche Argumente gegen den christlichen Glauben haben, sondern die vorgebrachten Argumente „die sich gegen die Erkenntnis Gottes“ erheben, zerstören sollen. Und wenn das gemacht ist, dann sollen wir ihnen die Wahrheit des Evangeliums anbieten.

Natürlich stellt sich uns an diesem Punkt die Nächste Frage: „Wie in aller Welt sollen wir diese ‚Vernunftschlüsse‘ zerstören?

Die Antwort dazu ist wohl genauso einfach in der Theorie, wie sie in der Praxis schwierig ist. Wir können das nur mit einem erneuerten Verstand und erneuerten Charakter bewerkstelligen. An diesem Punkt angekommen, werden die Menschen in unserem Umfeld Fragen stellen wollen, warum wir Glauben.

„Aber in der Bibel steht doch, dass wir unsere Perlen nicht vor die Säue werfen sollen?“

In der Bergpredigt können wir diese Worte von Jesus finden. Wenn man aber Worte aus der Bibel zitiert und diesen Worten eine Bedeutung gibt, die sie gar nicht haben, dann ist das wohl ein klassischer Fall von Eisegese. Doch als bibeltreue und geisterfüllte Christen sollte es unser Wunsch sein, die Bedeutung aus dem Text allein zu entnehmen.

Bevor Jesus also davon spricht, dass wir unsere Perlen nicht vor die Säue werfen sollen lesen wir: „Gebt das Heilige nicht den Hunden“. [1]

In dem vorliegenden Text aus Matthäus 7:6 vergleicht Jesus Hunde und Schweine mit Leuten, die das Evangelium beschimpfen, verspotten und direkt ablehnen, wenn es ihnen präsentiert wird. Wir sollen das Evangelium nach Jesus Christus niemanden weitergeben, dessen einzige Absicht es ist, darauf herum zu trampeln und keinerlei Veränderung in seinem Leben zeigt. Wenn wir das Evangelium also mit jemanden teilen, der immer wieder darüber spottet, dann ist das so, als würde man die Perlen vor die Säue werfen.

Weisheit und Urteilsvermögen ist also gefordert, jedoch gibt es keinen Grund nicht über seinen Glauben zu reden oder Fragen zu beantworten. Wir sind sogar vielmehr von Gott durch sein Wort dazu beauftragt jeden Fragesteller eine Antwort zu geben und das werden wir im nächsten Teil klar und deutlich erkennen.

[1] Wir finden in der Bibel mehrmals eine ähnliche Analogie, einmal in Sprüche 26:11: „Wie ein Hund, der zu seinem Gespei zurückkehrt, so ist ein Narr, der seine Dummheit wiederholt.“ und ein anderes Mal in 2. Petrus 2:22: „Doch es ist ihnen ergangen nach dem wahren Sprichwort: »Der Hund kehrt wieder um zu dem, was er erbrochen hat, und die gewaschene Sau zum Wälzen im Schlamm.«“.

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